03.01.2022, von Ivo Müller

Praktische Hilfestellungen für die Erstellung von Event-Sicherheitskonzepten

Mit immer neuen Eventformen kommen auch neue Herausforderungen auf die Sicherheitsverantwortlichen eines Events zu. Nicht erst seit dem Aufschwung von digitalen und hybriden Events werden besonders in den Bereichen Gäste-Gesundheit, Cyber-Sicherheit und Terror diverse neue Anforderungen an die Schutzmassnahmen gestellt. Wegweisend für die Erstellung eines umfassenden Sicherheitskonzeptes können praktische Hilfestellungen sein, die in diesem Beitrag vorstellt werden.

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Die Brandkatastrophe im US-Nachtclub „The Station“ 2008, die Massenpanik an der Loveparade 2010 in Duisburg und das Sturmereignis anlässlich des Eidgenössischen Turnfestes in Biel vom Juni 2013 zeigen auf, dass sicherheitsrelevante Ereignisse an Grossevents aber auch kleineren Veranstaltungen jederzeit und in verschiedensten Ausprägungen auftreten können. Gleichzeitig haben die Anforderungen an Sicherheitsverantwortliche von Events haben in den letzten Jahren stetig zugenommen.

 

Neue Eventformen bringen neue Herausforderungen 

Nicht erst seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühling 2020 befindet sich auch die gesamte Event-Branche in einem Veränderungsprozess und muss sich teilweise neu erfinden und neu denken. Digitale und hybride Formate sind seit mehreren Jahren auf dem Vormarsch und werden es auch zu einem grossen Teil bleiben. So kommen auf die Sicherheitsverantwortlichen plötzlich neue Anforderungen im Bereich Gäste-Gesundheit (Schutzkonzepte), Cyber-Defence (IT- und Datenschutz) und seit einigen Jahren auch im Bereich Terror dazu. Der Bereich Eventsicherheit ist also nicht vor zusätzlicher Komplexität gefeit. In der heutigen Zeit müssen somit Sicherheitsfragen im Rahmen von Events in ihren gesamten Spektren beachtet werden, Stichwort integrale Sicherheit.

 

Wegleitungen und Vorlagen für Sicherheitskonzepte 

Seit einigen Jahren wird unter dem Dach der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (kurz KKPKS) ein Nationales Fachgremium Crowd Management (kurz NFCM) als ständige Arbeitsgruppe unter der Führung der Stadtpolizei Zürich betrieben. 
Das Gremium bietet für Behörden, Veranstaltende und Sicherheitsdienstleistende Empfehlungen und Mustervorlagen für die strukturierte Erarbeitung von modernen Sicherheitskonzepten. Unter diesem Link können die Mustervorlagen und Informationsblätter für die Planung, Umsetzung und Kontrolle der Eventsicherheit aufgerufen werden.

Für die Erarbeitung von Einschätzungen möglicher Risikokategorien anlässlich von Events (Umwelt, Technologie/ Infrastruktur und Mensch) empfehlen wir weiter die Gefährdungsdossiers und Szenarien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (kurz BABS). Das Bundesamt teilt 44 immer gleich aufgebaute Gefährdungsdossiers und Szenarien in drei ähnliche Bereiche (Natur, Technik und Gesellschaft) wie das NFCM ein. Unter diesem Link können die verschiedenen Dossiers aufgerufen werden. 

 

 

Über den Autor: 

Ein Bild, das Person, Mann, Anzug, stehend enthält.

Automatisch generierte Beschreibung 

Ivo Müller ist dipl. Eventmanager mit einem CAS Eventmanagement (HSLU) und Inhaber der Eventagentur Eventation Eventmanagement (www.eventation.ch). Weiter verfügt er über ein MAS Forensik und ein Diplom-Studium Kriminologie. Er ist ein profunder Kenner der öffentlichen Sicherheitslandschaft in der Schweiz (Kontakt zum Autor: contact@eventation.ch).

 


Titelbild: Werner Moser